Chronik zur Attraktivierung des Kurparks

Bewertung des Kurparks im Tourismuskonzept 2014

Bereits im Touristischen Entwicklungskonzept der Gemeinde Friedrichskoog aus dem Jahr 2014 wurde die mangelnde Aufenthaltsqualität durch die in die Jahre gekommenen Ausstattungselemente sowie das unzeitgemäße Angebot festgestellt und dessen Attraktivierung und Neuausrichtung empfohlen. Die Gemeindevertretung stimmte dem, im Rahmen einer 2015 vorgenommenen Priorisierung der zahlreichen zu attraktivierenden touristischen Infrastrukturmaßnahmen in der Gemeinde, zu und vergab die Priorität zwei. Mit höchster Priorität wurde die touristische Neuausrichtung des ehemaligen Hafenareals sowie die Attraktivierungen des Trischendamms und des Badestrandes eingestuft. Bei diesen drei Punkten wurde der Handlungsbedarf am stärksten gesehen, damit die Gemeinde Friedrichskoog auch weiterhin als attraktives touristisches Reiseziel an der Schleswig-Holsteinischen Küste bestehen kann. Deswegen entschied sich die Gemeindevertretung dafür, die touristischen Maßnahmen mit einer „einser“ Priorität, denen mit einer „zweier“ Priorität vorzuziehen und somit die Attraktivierung des Kurparks zeitlich zurückzustellen.

Attraktivierung des Kurparks als eigenständiges Projekt 2020-2021

Jene Ausgangssituation änderte sich jedoch mit Beginn der Vorplanung für die Attraktivierung des grünen Badestrandes 2020. Im Rahmen der durch das LKN.SH zeitlich festgelegten Deichverstärkung, soll auch der grüne Badestrand auf einer Länge von ca. 2 km in Friedrichskoog-Spitze attraktiviert werden. Mit dieser touristischen Überplanung wurde das Planungsbüro Bruun & Möllers beauftragt. Bei der Vorplanung stellte sich jedoch heraus, dass aufgrund der zukünftigen Neuprofilierung des Deiches nicht mehr alle von der Gemeindevertretung gewünschten touristischen Bedarfe realisiert werden können. Auf einer Klausurtagung der Gemeindevertretung im Juli 2017 wurde v. a. der Bedarf an eine Veranstaltungsfläche und an festinstallierten und vielfältigen Spielangeboten für Kinder unterschiedlicher Altersgruppe am Deich hervorgehoben. Damit sollten die bestehenden Zielgruppen wie Familien mit Kindern, Entschleuniger:innen und Natururlauber:innen auch weiterhin angesprochen werden. Mit der Neuprofilierung des Deiches können diese Bedarfe jedoch nicht mehr gedeckt werden. Um jedoch auch zukünftig ein attraktives und qualitativhochwertiges touristisches Angebot am grünen Badestrand zu bieten, entstand die Idee die Veranstaltungsfläche sowie das vielfältige Kinderspielangebot inhaltlich in den direkt angrenzenden Kurpark zu verlagern. Mit dieser „territorialen Verlagerung“ beider Maßnahmen vom Deich in den Kurpark, wird der Kurpark in seiner touristischen Nutzung und in seiner Rolle als gesundheitsdienliches Angebot sowie als verbindendes Element zwischen dem Badestrand und den weiteren touristischen Betrieben und Angebote im Ortsteil Friedrichskoog-Spitze gestärkt. Er gewinnt an touristischer Attraktivität und Bedeutung. Diese Idee wurde von der Gemeindevertretung befürwortet und auf ihrer 31. Sitzung am 19.04.2021 in Verbindung mit der Vorentwurfsplanung einstimmig beschlossen.

Entwurfsplanung 2021 bis 2022

Zum Ende des Jahres 2021 wurde durch das Planungsbüro Bruun & Möllers ein Vorabzug der Entwurfsplanung vorgelegt. Kommunalpolitiker:innen der verschiedenen Fraktionen wurden in einer Arbeitsgruppe eingebunden und deren Rückmeldungen in der weiteren Planung berücksichtigt: In dem zentralen Bereich des Kurparks wird es eine neue Eventfläche mit Tribüne, einen Picknickbereich, einen umgestalteten Spielplatz für Kinder und Kleinkinder sowie eine neue Multifunktionssportfläche geben. In dem weiteren Verlauf des Kurparks steht die Naherholung im Vordergrund. Hier können erholungssuchende Gäste die Natur auf sich wirken lassen und an vielen Rückzugsorten in Form von Podesten und Pavillons die Ruhe genießen.
Die Entwurfsplanung zur Attraktivierung des Kurparks wurde in der Gemeindevertretersitzung vom 22.03.2022 einstimmig beschlossen. Im nächsten Schritt soll eine Förderung über GRW-Mittel (Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) beantragt werden.