Chronik zur touristischen Attraktivierung des Hauptbadestrandes

Konzept zur Attraktivitätssteigerung des Badestrandes 2010

Das 2010 erstellte Konzept inklusive der Ideen der Gemeindevertretung aus 2017 bildeten die Grundlage für die Ausschreibung des Planungsbüros in 2018. Dafür war eine Arbeitsgruppe im März 2017 (bestehend aus Vertretern des Ausschusses für touristische Angelegenheiten, den Fraktionsvorsitzenden und dem Umsetzungsmanagement) eingerichtet worden, die beispielsweise die Deichverstärkungsmaßnahmen in Büsum und Nordstrand besichtigte und sich mit Herrn Dr. Oelerich (Leiter des LKNs bis 2018) und Herrn Lütje (Bürgermeister von Büsum) traf. Die bei den Terminen gesammelten Ideen und Informationen wurden auf einer Klausurtagung der Gemeindevertreter und des Ausschusses für touristische Angelegenheiten Anfang Juli 2017 zusammengetragen und mit denen im Konzept aufgeführten Vorschlägen abgeglichen. Das daraus neu entstandene Dokument bildete die Grundlage für die Ausschreibung des Planungsbüros.

Ausschreibung und Vergabe der Planungsleistung 2018

2018 wurde eine EU-weite Ausschreibung für die Planung und die spätere Umsetzung des Projektes Badestrand vorbereitet und durchgeführt. Dafür wurde ein externes Büro aus Lübeck beauftragt, das sich auf Vergabeverfahren solch einer Größenordnung spezialisiert hat. Ende 2018 wurde Bruun & Möllers Landschaften, ein Planungsbüro das auf Garten- und Landschaftsplanung bis hin zu hochbaulichen Aufgaben spezialisiert ist, von der Gemeindevertretung für die Planung und spätere Umsetzung der touristischen Deichinfrastruktur ausgewählt.

Konzeptionierung, Beteiligung und Fördermöglichkeit 2018 bis 2019

Die voranschreitenden Planungen werden im Rahmen regelmäßiger Treffen mit einer Arbeitsgruppe und darüber mit der Gemeindevertretung weiterentwickelt. Diese neu eingerichtete Arbeitsgruppe, bestehend aus jeweils einem Vertreter pro Fraktion, dem Bürgermeister und dem Umsetzungsmanagement, begleitet seit dem den Prozess. Zudem wurden die Ideen, Erfahrungen und Wünsche weiterer Akteure wie z.B. des Tourismus-Service Friedrichskoog oder der Gäste vor Ort im Rahmen von Beteiligungen und Gesprächen nach Möglichkeit integriert.  

Die für die touristische Planung und deren Umsetzung benötigten finanziellen Mittel müssen von der Gemeinde eingeplant und bereitgestellt werden. In dem Zusammenhang wurden etwaige Fördermöglichkeiten für die Attraktivierung des Badestrandes durch das Umsetzungsmanagement geprüft. Dabei ergab sich, dass eine Förderung über GRW-Mittel (Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) möglich wäre.  

Vorentwurfsplanung 2020

Der Gemeindevertretung wurde die Vorentwurfsplanung auf einer Klausurtagung am 27.07.2020 vorgestellt und dann auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 13.08.2020 beschlossen. Die Konzeption zur Vorentwurfsplanung ist hier einsehbar.

Dabei unterteilt sich das Konzept für das Projekt Badestrand in vier Bereiche: dem Ankunftsbereich, der Planungen des Deiches, der Stege und dem Kurpark.

Der neu geplante Ankunftsbereich am Deichhauptaufgang bietet die Möglichkeit sich zu sammeln, gibt Orientierung und führt in die Landschaft. Auch die Gastronomie, als zentraler Baustein, lädt zum Verweilen ein und bietet Raum für Kommunikation. Ein Aussichtsturm schafft die Möglichkeit das Watt von ganz oben zu beobachten.  

Der Deich wird räumlich in verschiedene Strandabschnitte zoniert: Aktiv, Familie, Hunde und FKK. Die Zonierung ermöglicht eine konfliktfreie Nutzung des Badestrandes der verschiedenen Nutzergruppen – für jeden ist somit das Passende dabei. Die Park- und Deichkrone bildet eine „Klammer“ über den Deich und verbindet somit das Deichvorland mit dem Binnenland. Hierbei handelt es sich um Rasenstufen an der landinneren Rasenböschung sowie um eine steinerne Böschung mit Sitzblöcken auf der Wattseite. Die Planung sieht eine Verbreiterung des Deichkronenweges auf ca. 4,5m Breite vor und die Errichtung einer Strandterrasse, eine aufgeweitete Promenade von ca. 6m Breite.

Der Weg ermöglicht ein ungestörtes Vorbeigehen mehrerer Personen, das Befahren durch einen Trecker und zudem das Aufstellen von temporären Containern während der Tourismuszeit. Die Container sind verschiedenen Nutzungen zugeordnet: Food Truck, DLRG mit Aussicht, Panorama (Ruheort). Zudem ist ein Spielcontainer an dem unteren Gehweg entlang des Wattes in Planung.

Zwei Stege, in Form überbauter Buhen, dienen dazu auf dem Watt spazieren zu gehen und sich aufzuhalten. Die Stege sind mit einem barrierefreien Zugang ausgestattet und werden als Holzstege ausformuliert. Sitzelemente und Treppen zum Watt gehören ebenfalls zu den Ausstattungselementen.